# Branch • LLMs, Agenten und Schema-Inferenz **URL:** https://gemini.google.com/share/8fce4fbdf14a **Model:** 3.5 Flash July 3, 2026 at 05:25 PM **Published:** Published July 3, 2026 at 05:25 PM --- ## Turn 1 Https://arxiv.org/abs/1004.2372 Kannst du dir da gute Anwendungen mit LLMs und Agenten oder orchestration vorstellen Das Papier „Learning Deterministic Regular Expressions for the Inference of Schemas from XML Data“ (von Bex et al.) beschäftigt sich im Kern mit dem automatischen Lernen von deterministischen regulären Ausdrücken (k-OREs) aus positiven Datenbeispielen, um daraus formale Schemata (wie DTDs oder XSDs für XML) zu inferieren. Überträgt man diese Konzepte auf die heutige Welt von Large Language Models (LLMs), autonomen Agenten und Orchestrierung, ergeben sich faszinierende Synergien. Da Agenten-Workflows oft halbstrukturiert sind und LLMs mit deterministischen Systemen interagieren müssen, lässt sich die Logik der Schema-Inferenz hervorragend nutzen: 1. Entdeckung und Synthese von Agenten-Workflows (Workflow Discovery) In komplexen Multi-Agenten-Systemen (z. B. mit LangGraph, AutoGen oder CrewAI) interagieren Agenten dynamisch miteinander oder rufen Tools auf. Die Abfolge dieser Aktionen lässt sich als "Wort" über einem Alphabet von Aktionen/Tools betrachten. Die Anwendung: Wenn man hunderte erfolgreicher Durchläufe (Traces) eines flexiblen Agenten-Systems protokolliert, kann der Algorithmus aus dem Paper genutzt werden, um das zugrundeliegende, optimale Verhalten als deterministischen regulären Ausdruck zu inferieren. Der Nutzen: Aus einem anfangs chaotischen, rein LLM-gesteuerten System lässt sich so automatisch ein stabiler, deterministischer Zustandsautomat (State Machine) ableiten. Das spart Entwicklern die manuelle Definition von starren Orchestrierungs-Regeln, behält aber die Kontrolle bei. 2. Dynamische Generierung von Grammatiken für Structured Outputs Moderne LLM-Frameworks (wie Outlines, Instructor oder Guidance) zwingen LLMs mithilfe von regulären Ausdrücken oder JSON-Schemata dazu, absolut fehlerfreie, strukturierte Daten auszugeben. Die Anwendung: Ein Agent liest unstrukturierte Altdaten (z. B. tausende verschiedene Rechnungen oder Logfiles im Web). Er extrahiert via LLM grobe Muster. Ein nachgeschalteter Orchestrierungs-Algorithmus nutzt die Logik des Papers, um daraus vollautomatisch das engste, valide JSON- oder XML-Schema zu berechnen, ohne dass ein Mensch die Struktur kennen muss. Der Nutzen: Nachfolgende LLM-Aufrufe können dann mittels Grammar-Guided Decoding exakt auf dieses neu gelernte Schema eingeschränkt werden, was Halluzinationen und Syntaxfehler auf null reduziert. 3. Automatische Tool-Schnittstellen-Inferenz (Reverse Engineering von APIs) Agenten werden oft darauf angesetzt, mit Legacy-Systemen oder undokumentierten APIs zu interagieren. Die Anwendung: Der Agent probiert (Exploration) verschiedene API-Aufrufe aus und beobachtet die XML- oder JSON-Antworten. Mithilfe der Schema-Inferenz lernt das Orchestrierungs-System im Hintergrund die exakte Struktur der API-Antworten. Der Nutzen: Der Agent baut sich selbstständig eine präzise, typisierte Definition (z. B. OpenAPI-Spezifikation) der Software-Umgebung, in der er sich bewegt, wodurch er bei zukünftigen Aufgaben viel zielgerichteter agieren kann. 4. Absicherung gegen Prompt-Injection und Data Sanitization Wenn Agenten Daten aus dem Internet (z. B. HTML/XML-Websites) lesen, besteht immer das Risiko, dass bösartiger Code oder Prompt-Injections in den LLM-Kontext gelangen. Die Anwendung: Ein vorgeschalteter Validierungs-Agent prüft die Struktur der eingehenden Daten gegen ein zuvor (durch den Algorithmus des Papers) gelerntes "sicheres" strukturelles Schema für diese spezifische Datenquelle. Der Nutzen: Weicht die Struktur des Dokuments plötzlich drastisch ab (weil z. B. jemand ein unsichtbares